über uns

 

Ahoi!

Wir sind die pirat*inn*en und andere politisch Aktive  an der Uni Hamburg. Wir haben uns im Wintersemester 2011/12 zusammengefunden, um an der Universität – vor allem in der Studierendenschaft – die Art der Politik und Kommunikation demokratischer und transparenter zu gestalten, als dies bisher der Fall war. Wir kandidierten mit 35 Kandidat*inn*en für das Studierendenparlament (StuPa), damit wir dieses Vorhaben umsetzen können und Ihr Euch besser einbringen könnt. So soll das StuPa zu dem werden, was es eigentlich sein sollte: Die politische Interessenvertretung aller Studierenden der Universität – kein undurchschaubares Geklüngel im Hinterzimmer.

Wir haben uns vor der Wahl zum Studierendenparlament für die Legislatur überlegt, dass piratige Themen an der Uni Hamburg viel zu kurz kommen. Darauf hin haben wir uns mit anderen Aktiven und der inaktiven Piraten HSG vernetzt. Auf einem Treffen am 25.10.2011, dass gleichzeitig eine Mitgliederversammlung der Piraten HSG war, haben wir mit der Hochschulgruppe Ideen für piratige Themen an der Uni und die anstehende StuPa-Wahl diskutiert.

Da wir auf jeden Fall zur StuPa-Wahl antreten wollten, musste es schnell gehen, weil nach Semesterbeginn nur ein kurzer Zeitkorridor für die Anmeldung einer Liste, die Abgabe von Listendarstellung für die Briefwahlbroschüre und die Wahlzeitung usw. besteht. Also haben wir ohne Hochschulgruppe oder vorherige Rücksprache mit der Piratenpartei Hamburg die pirat*inn*en und offene liste für die Wahl angemeldet. (faq: Warum habt ihr die Sternchen im Namen?)

Wir sind im Moment zum Großteil nicht Mitglieder der Piratenpartei und in erster Linie daran interessiert, piratige Themen an der Uni zu diskutieren und uns ins hochschulpolitische Geschehen einzumischen. Das soll nicht heißen, dass bei uns keine aktiven, inaktiven oder ehemaligen Parteimitglieder mitarbeiten. Die Liste ist kein Teil der Piratenpartei, nachdem wir die Formalitäten zur Wahl erledigt hatten, haben wir uns jedoch mit der Piratenpartei Hamburg vernetzt und werden gerne dabei mithelfen bildungspolitische und andere Themen in Hamburg anzugehen.

Außerdem werden wir diskutieren, ob für unsere weitere Organisation eine Hochschulgruppe notwendig ist. Eine Hochschulgruppe bietet lediglich die Möglichkeit besser an Räume in der Uni zu kommen, jedoch keine Wahlkampfkostenerstattung oder ähnliches, wie es in der Lokal- und Bundespolitik der Fall ist.

Für unsere Liste haben wir (am 01.11.2011) einen Minimalkonsens festgehalten:

  • wir verstehen uns als antifaschistische Liste
  • wir streben einen gewaltfreien, herrschaftsfreien, reflektierten, kooperativen Umgang miteinander an
  • Kooperation ist zentral im Miteinander (Konkret versuchen wir zum Beispiel im StuPa zu rotieren)
  • Einzelne tragen nach eigenem Ermessen ihren Teil der Gruppe bei – ohne zu erwarten, dass eine Gegenleistung erfolgt und ohne zu erwarten, dass andere mindestens genauso viel tun
  • wir versuchen undogmatisch zu sein und wollen eine Gruppe, in der viele verschiedene Ansichten Platz haben
  • wir versuchen alle Entscheidungen per Konsens herbeizuführen
  • wir sind prozessorientiert und legen den Fokus auf den Verstehensprozess bevor es zum Entscheidungsprozess kommt
  • es gibt keinen Fraktionszwang
  • Transparenz ist für unserer Gruppe und im Entscheidungsprozess jederzeit Grundlage (wie zum Beispiel dieser Minimalkonsens)

Dieser Minimalkonsens ist kein Dogma, eher eine Orientierungshilfe. Die einzelnen Punkte sind veränderbar, diskutierbar und sollen nicht als Regeln verstanden werden.

Unsere Wochentreffen finden immer dienstags, ab 18 Uhr im ESA W Freiraum statt. Dieser liegt auf dem Weg vom Bahnhof Dammtor, vorbei am Hauptgebäude, direkt unten links im ESA West Flügel.

 

 Posted by at 17:52

  13 Responses to “über uns”

  1. danke für euer inspirierendes vorgehen!

  2. Ha ha, großartig ist, dass ihr das Look-and-Feel, den Namen und die Themen der Piraten übernehmt, ohne auch annährend was mit denen zu tun zu haben. Klingt nach erwünschtem Bitchslap und Facepalm für euch.

    • Hallo Interessierter,

      ich zitiere kurz einmal unseren obigen Text: „Darauf hin haben wir uns mit anderen Aktiven und der inaktiven Piraten HSG vernetzt. Auf einem Treffen am 25.10.2011, dass gleichzeitig eine Mitgliederversammlung der Piraten HSG war, haben wir mit der Hochschulgruppe Ideen für piratige Themen an der Uni und die anstehende StuPa-Wahl diskutiert.“

      Weiterhin sind einige von uns auch Parteimitglieder, und dort auch lange aktiv. Ich möchte darauf hinweisen, dass deine Kritik hier unberechtigt ist. Ganz abgesehen davon, dass eine Partei juristisch keine Federführung über eine Hochschulgruppe oder Liste hat.

      Für weitere, konstruktive Vorschläge und Kritik sind wir gerne offen.

  3. Netter Versuch, auf der Welle mitzuschwimmen.

    • Hallo Daniel,

      Welle ist natürlich schön und gut. Fakt ist: Leute von uns haben schon letztes Jahr versucht, eine Piraten/Pirat*inn*en Hochschulgruppe bzw. Liste zu finden, aber die Parlamentarier*innen von 2009 haben nach offizieller Erklärung letztes Jahr keine Liste mehr aufgestellt. Darum haben wir dieses Jahr selbst eine ins Leben gerufen.
      Und trotz Welle (Wellen vergehen ;) ) sollte nicht vergessen werden, dass piratige Themen an der Uni leider unterrepräsentiert und absolut notwendig sind.

  4. Peinlich ohne Ende. Durchschaubar. Inkompetent.

    Könnte fast von der FDP sein.

    m(

  5. Tipp am Rande: Man erkennt euch mehr als offensichtlich durch diesen Genderscheiss. Kein echter Pirat der Welt würde so einen Schwachfuck verzapfen. Lasst es doch einfach, dadurch erreicht man auch keine Gleichberechtigung.

    P.S.: Trittbrettfahrer ahoi!

    • Ich finde es schlicht weg unnötig, dass wir ständig und auf niedrigstem Niveau (in deinem Fall “Genderscheiss” oder “Schwachfuck”) angegangen werden. Wir haben uns basisdemokratisch (!) dafür entschieden, dass die Liste, mit der wir zur Wahl des Studierendenparlaments antreten, keine Person allein durch den Namen ausschließen soll (http://pirat-inn-en.de/2011/11/30/klarmachen-zum-gendern/). Warum setzt sich niemand mit unseren sonstigen Themen und Ideen auseinander, auch Du bleibst am Namen hängen.

      – Wer entscheidet, was ein “echter Pirat” ist?
      – Was ist für dich Feminismus und was Queere Theorie?
      – Meinst du Wortneuschöpfungen wie “Schwachfuck” tragen konstruktiv zur Debatte bei?
      – Es geht darum, die Kategorie Geschlecht zu dekonstruieren, wie würdest du anfangen?
      – Warum greifst du als Pressesprecher der JuPis einfach eine Gruppe von Leuten an – ohne sie wirklich zu kennen – und verurteilst uns als Trittbrettfahrer?

      Nachdem ich bereits 2007 Mitglied der Piratenpartei war, spiele ich mit dem Gedanken wieder einzutreten. Aber ich bin eben kein Mensch, der irgendwo eintritt, um auf eine Gemeinschaft abzufeiern und sich im selben Atemzug gegen andere abzugrenzen und sie runter zu machen. Ich habe heute drei Stunden Plakate beschriftet und auf Träger plakatiert und bin davor den ganzen Tag unterwegs gewesen, um zu flyern und aufzuhängen. Vorhin war ich dann noch mit zwei anderen aus der Gruppe beim Piratenstammtisch in Hamburg. Ich überlege mir gerade, ob ich mich in die AG Arbeit einbringen soll.

      Danke für deinen Kommentar- ich erwarte keine Entschuldigung, aber konstruktive Kritik.

      Übrigens:

      http://wiki.piratenpartei.de/Markenlizenz – Freibeuter dürfen verwenden, wenn sie im Sinne des Grundsatzprogramms der PP handeln/wirken. Außer, dass sich das Grundsatzprogramm in einem Fall auf den Extremismusbegriff stützt, kann ich diesem mit Freude und Hoffnung zustimmen.

      Außerdem:

      “Die Piratenpartei steht für eine Politik, die die freie Selbstbestimmung von geschlechtlicher und sexueller Identität bzw. Orientierung respektiert und fördert. Fremdbestimmte Zuordnungen zu einem Geschlecht oder zu Geschlechterrollen lehnen wir ab. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Geschlechterrolle, der sexuellen Identität oder Orientierung ist Unrecht. Gesellschaftsstrukturen, die sich aus Geschlechterrollenbildern ergeben, werden dem Individuum nicht gerecht und müssen überwunden werden. (Grundsatzprogramm S. 17 Geschlechter und Familienpolitik)”

      Die Benennung aller als Piraten (männlicher Plural) ist in meinen Augen eine fremdbestimmte Geschlechtszuschreibung über das Individuum hinweg, womit ihr meiner Meinung nach Eurem eigenen Grundsatzprogramm widersprecht. Aber das dürft ihr handhaben wie ihr möchtet, auch wenn ich es nicht verstehe. Mir geht es besser damit, wenn ich in einer Gruppe arbeite, die selbst bestimmt entschieden hat, nicht dauerhaft auf grammatikalisch maskuline Sprachgewohnheiten zurückzugreifen.

  6. Ahoi.
    Schöne Seite.
    Noch kurz und knackig, find ich aber gut.
    Kein großes BLA BLA BLA, um dein heißen Brei.
    Weiter so.
    Ein herzliches Namaste.
    Jacky

  7. Eine offizielle Piratenhochschulgruppe hätte ich gewählt. Das hier ist sehr abschreckend.

    • Hallo Matthias,

      aus deinem anderen Kommentar kann ich nur entnehmen, dass du mit den Sternchen im Namen nicht zurecht kommst. Das ist schade.

      Was unterscheidet offiziell von inoffiziell? Wir haben am Anfang entschieden, dass wir mit den Sternchen zur Wahl antreten und das auch ausreichend begründet. Wenn du mit den Themen, die wir angehen, Probleme hast, dann sag das doch. So kann ich persönlich mit der Kritik nicht viel anfangen.

      Auch mit der Kritik der Piratenpartei konnten wir wenig anfangen. Selbe Meinung: Sterne doof -> Schluss daraus, das Verständnis von Gender unterscheidet sich. Das Grundsatzprogramm der Piratenpartei gibt meiner Meinung nach uns Recht, damit hat sich aber kein*e Kritiker*in bis jetzt auseinandergesetzt. Auch das ist schade.

      Ich übertrage das jetzt kurz auf mich persönlich: Ich bin ich lieber nicht offiziell, verstehe dafür das Programm, das wir schreiben und entscheide mich basisdemokratisch. Bei ganz vielen anderen Hochschulgruppen oder Listen, die zur Wahl antreten, ist das so.

      Was mich auch stört ist dieses Fahnenschwenken und die Partei, die Partei, die Partei – das nimmt bisweilen merkwürdige Züge an.

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