Nov 022012
 

So – nachdem das erste Treffen zu kurzfristig angesetzt war, haben wir jetzt noch 2 neue Termine für Treffen :)

Am Dienstag, den 6.11.12 und Donnerstag, den 08.11.12 um jeweils 16 Uhr. Wir treffen uns vor der T-Stube (Allende-Platz 1, 1. Stock rechts).

Auf der Tagesordnung stehen- wie gehabt – kennenlernen, schauen, was nächstes Semester alles so ansteht und die anstehende StuPa-Wahl.

Bis Dienstag!

Okt 302012
 

Hier der offizielle Aufruf zu einer Gegendemonstation zu einem NPD-Fackelmarsch in Wolgast. Kommt zahlreich und passt auf euch auf!

„Rassisten stoppen – Solidarität mit Flüchtlingen!

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.”[1]

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es zu gelenkten
gewalttätigen Übergriffen gegen Jüdinnen und Juden, sowie zu Brandanschlägen auf Synagogen, Betstuben, jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe. Etwa 400 Menschen wurden während der Novemberpogrome ermordet, ungefähr 30.000 in Konzentrationslager deportiert. Diese Tage kennzeichneten den Übergang von Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung zur systematischen Verfolgung und späterem Holocaust im Nationalsozialismus.

74 Jahre danach, am 9. November 2012 ruft der Landesverband der NPD in MV zu einem Fackelmarsch in Wolgast auf. – Das lassen wir nicht zu!

Die NPD und ihre Mär vom „Asylmissbrauch”

Immer wieder greift die NPD das Thema „Asyl” auf. Aussagen, wie beispielsweise „Arbeit zuerst für Deutsche” bestimmen seit einigen Jahren Parteiprogramm und öffentliches Auftreten, um rassistische Hetze zu verbreiten. Migrant_innen und Flüchtlinge fungieren dabei als scheinbar ideale Sündenböcke. Sie sollen für hohe Arbeitslosigkeit, fehlenden Wohnraum, steigende Kriminalität oder zahlreiche andere Probleme verantwortlich sein. Dieser rassistischen Sichtweise folgend, lassen sich diese Probleme dann auch entsprechend einfach lösen: durch Vertreibung, Ausgrenzung und Entmündigung.

Ausgeblendet wird hierbei immer wieder, dass Asylsuchende nicht grundlos ihre Herkunftsländer verlassen müssen. Statt Verfolgung, Kriege, Diskriminierungen und erlebte Not anzuerkennen, schüren nun auch Politiker_innen, wie Bundesinnenminister Friedrich und die Landesinnenminister Schünemann (Niedersachsen) und Caffier (MV) rassistische Ressentiments in der Bevölkerung, mit Äußerungen wie: „Das ist ein Ausnutzen unseres Systems und ich nenne es Missbrauch.”.

Ganzen Bevölkerungsgruppen einen pauschalen „Asylbetrug” vorzuwerfen, zeigt unserer Meinung nach einen so tief verankerten Rassismus, wie er eher im Programm der NPD zu vermuten wäre.

Warum gerade Wolgast?

Vor nunmehr fast 3 Monaten wurde in Wolgast in der vorpommerschen Provinz ein Flüchtlingsheim eröffnet. Mittlerweile leben dort ca. 160 Menschen auf engstem Raum in einem sozialen Brennpunkt der Stadt. Bewohner_innen des Heimes berichten immer wieder von verbalen Drohungen auf der Straße, im Supermarkt, oder vor dem Heim selbst. Bereits im Vorfeld wurde durch NPD und andere Neonazis massiv Stimmung gegen die dortige Unterbringung der Flüchtlinge gemacht. Bekannte rassistische Slogans prägten das Wolgaster Stadtbild. Sticker, rechte Schmierereien und massive Plakatieraktionen der
Nazis schürten die Hetze vor Ort. Nicht zuletzt die Unterbringung der
Flüchtlinge in derartigen Heimen bietet konkrete Angriffsflächen für
Rassistinnen und Rassisten und erleichtert Anschläge, wie bereits in
Wolgast geschehen [2].

Die Reaktionen öffentlicher Stellen in Wolgast begrenzen sich, auch nach einem schockierendem Bericht des NDR [3] und einem offenen Brief der „Stop it Kampagne” [4], lediglich auf Schadensbegrenzungen am Image der Stadt. Vor diesen Hintergründen und der real existierenden Bedrohung erscheint es als logische Konsequenz, dass die NPD am 09.11. ihre menschenverachtende Propaganda nicht nur auf die Straße, sondern direkt vor ein Flüchtlingsheim tragen will.

Rassisten stoppen…

…und zwar gemeinsam! Kommt mit uns am 9. November 2012 nach Wolgast, um den Nazis entschlossen entgegenzutreten! Wir rufen zu friedlichen Menschenblockaden auf, von denen keine Eskalation ausgeht!
Wir erklären uns solidarisch mit allen, die sich dem Aufmarsch der Nazis
entgegenstellen.
Solidarisieren wir uns mit den Flüchtlingen vor Ort und all denjenigen,
die sich an den aktuellen Flüchtlingsprotesten beteiligen! Für die Abschaffung aller Lager und eine freie Wohnortswahl.

Kein Fußbreit den Faschist_innen!
09.11.2012 // Wolgast

Achtet auf Ankündigungen, sagt es weiter, bringt Freunde und Freundinnen, Verwandte und Bekannte mit!

[1] Ein Zitat des italienisch-jüdischen Schriftstellers Primo Levi, der Auschwitz überlebt, 1987 aber Selbstmord begangen hat.
[2] Nordkurier
[3] NDR
[4] Offener Brief der Stop it – Kampagne

Okt 302012
 

So – endlich ist es soweit. Wir haben einen Termin für ein erstes Treffen dieses Semester für die pirat*inn*en!

Für einen ersten Überblick treffen wir uns diese Woche (tut uns Leid, wegen des kurzfristigen Termins…) am

Donnerstag, den 01.11.12 um 16 Uhr in der T-Stube (Allende-Platz 1, 1. Stock). Von dort aus, werden wir dann einen ruhigeren Raum suchen, falls das nötig ist.

Bei dem Treffen wollen wir uns erstmal kennenlernen, schauen, was nächstes Semester alles so ansteht und die anstehende StuPa-Wahl besprechen.

Im Anschluss (19 Uhr, Raum 0029 im AStA-Trackt) findet die 7. StuPa-Sitzung dieses Jahr statt (wenn ihr Lust habt…).

Alle Anträge findet ihr hier. Die vorläufige Tagesordnung der StuPa-Sitzung ist folgende:

TEIL A

TOP 0 Formalia                                                                                                                                              (60 Min.)

1.         Geschäftsbericht Präsidium

2.         Anfragen an das Präsidium

3.         Geschäftsbericht AStA

4.         Anfragen an den AStA

5.         Dringlichkeitsanträge des AStA

6.         Aktuelle Stunde (falls entsprechender Antrag vorliegt)

7.         Feststellung der endgültigen Fassung des Teils B der Tagesordnung

8.         Feststellung der Beschlussfähigkeit

9.         Genehmigung der Protokolle der vorangegangenen Sitzungen

 

TEIL B

TOP 1 Wahlordnung Queer-Referat

TOP 2a Bestätigung neue Gleichstellungsreferentin

TOP 2b Misstrauensantrag

TOP 3 Auswertung der Vollversammlung

TOP 4 Jahrestag der Reichpogromnacht  9.11.2012

TOP 5 Vorbereitung der StuPa-Wahl

TOP 6 Elektronische Anwesenheitskontrolle

TOP 7 Verschiedenes

Bis Donnerstag!

Okt 302012
 

Amnesty International hat diesen Herbst eine sehr interessante Veranstaltung organisiert:

Am 08. November um 19 Uhr im ESA A Hörsaal (Edmund-Siemers-Alle 1) berichtet Murat Kurnaz von seiner 5 jährigen Gefangenschaft im US-Lager Guantánamo.

(Für alle, die ein paar Informationen zu Murat Kurnaz haben wollen, hier ein Link zu einem recht aktuellen Artikel über ihn in der süddeutschen Zeitung. Es gibt noch etliche Artikel über ihn – benutzt einfach die Suchmaschine eures Vertrauens…)

„Das Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba ist seit seiner Eröffnung ein Sinnbild für Menschenrechtsverletzungen. Murat Kurnaz wurde fast fünf Jahre in diesem Lager gefangen gehalten und berichtet am 8. November über seine Gefangenschaft. Guantánamo Bay ist trotz vieler Forderungen und Vorstöße bis heute nicht geschlossen und es befinden sich weiterhin Gefangene – zum Teil ohne rechtskräftigen Haftbefehl – in Haft. Rechtsanwalt Bernhard Docke erläutert die Hintergründe, die schließlich zur Freilassung von Murat Kurnaz führten.

Amnesty International forderte bereits am 25. Mai 2005 die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo Bay. Die Forderung wurde später von UN-Sachverständigen, den früheren US-Präsidenten Carter und Clinton, Staatschefs europäischer und anderer Länder sowie Menschenrechts- und Juristenorganisationen aufgegriffen.“

Eintritt ist frei.

Sep 182012
 

Hiermit laden wir euch zur nächsten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) ein!

Diese findet am Dienstag, den 25.09.12 um 18 Uhr c.t. im Raum VMP 5 0029 (zwischen AStA-Trakt und StuPa-Präsidiums-Büro) statt!

Auf dieser sollen der Nachtragshaushalt (für die letzten Monate), sowie der kommende Haushalt diskutiert und beschlossen werden, damit die Arbeitsfähigkeit des AStA gewährleistet wird.

Alle Anträge könnt ihr hier einsehen. Wann das StuPa-Präsidium die Daten für die 6. Sitzung hochlädt, bleibt abzuwarten…aber sie kommen bestimmt!

Die vom StuPa-Präsidium vorgeschlagene Tagesordnung ist folgene:

TEIL A
TOP 0 Formalia                                                                                                                                              (60 Min.)
1. Geschäftsbericht Präsidium
2. Anfragen an das Präsidium
3. Geschäftsbericht AStA
4. Anfragen an den AStA
5. Dringlichkeitsanträge des AStA
6. Aktuelle Stunde (falls entsprechender Antrag vorliegt)
7. Feststellung der endgültigen Fassung des Teils B der Tagesordnung
8. Feststellung der Beschlussfähigkeit
9.Genehmigung der Protokolle der vorangegangenen Sitzungen
TEIL B
TOP 1            Nachtragshaushalt (2. Lesung) [V 4]                                                (60 Min.)
TOP 2            Nachtragshaushalt (3. Lesung) [V 4]                                                 (30. Min.)
TOP 3             Haushalt (2. Lesung) [V 5]                                                               (60 Min.)
TOP 4             Haushalt (3. Lesung)  [V 5]                                                              (30 Min.)
TOP 5           Verschiedenes                                                                                     (15 Min.)
Jun 212012
 

Der Tag rückt näher (23.06.2012!), an dem die BILD „großzügigerweise“ jedem Haushalt in der Bundesrepublik eine Jubiläumsausgabe der BILD schenken will – für viele klingt das eher nach einer Drohung.

Die BILD ist nämlich keine „normale“ Zeitung, sondern eine Meinungverbreitungsinstitution, die immer wieder Hetze gegen Minderheiten, Staatenökonomisch schlechter gestellte Menschen etc. verbreitet (es gibt leider noch viel mehr Beispiele – einfach mal im Internet suchen…).

Wenn ihr keine BILD bekommen wollt, könnt ihr euch entweder bei der Aktion „Alle gegen BILD“ beteiligen und dort ein Formular ausfüllen, in dem ihr bestätigen könnt, dass ihr keine BILD haben wollt, oder ein Vermerk auf eurem Briefkasten hinterlassen.

Dabei ist wichtig, dass „Keine Werbung“ etc. nicht ausreicht, da es sich um eine kostenlose Zeitung handelt – wenn ihr keine BILD im Briefkasten haben wollt, muss da schon „Keine kostenlosen Zeitungen“ draufstehen. Das geht aus einer internen Mitteilung an die Briefträger*innen der Post hervor.

Also – Zettel auf den Briefkasten kleben und fertig. Falls ihr das versäumt, gibt es ja noch andere Dinge, die mensch mit einer BILD machen kann…

 

PS: Ihr habt es wahrscheinlich bemerkt, dass ich fast ausschließlich Links auf den „BILDblog“ eingefügt habe –  es lohnt sich auf jedenfall dort regelmäßig vorbeizuschauen. Es ist ein sehr aktueller Watch-Blog für diverse Medien.

Jun 182012
 

Da die letzte Sitzung des Studierendenparlaments unterbrochen wurde, findet nun am Donnerstag die Fortsetzung statt – das heißt, dass der Teil A mit den Formalia entfällt und für diese Sitzung keine neuen Anträge eingereicht werden können. Naja – es stehen sowieso noch genügend TOPs auf der Tagesordnung.

Die Sitzung findet statt am:

Do., 21.06.2012 um 18 Uhr c.t. im Hörsaal A des Hauptgebäudes (ESA – Edmund-Siemers-Allee 1).

Kommt mal wieder vorbei und diskutiert mit – folgende TOPs stehen noch aus (die Anträge findet ihr hier):

 

TOP 1             Einrichtung des Fachschaftsrates Geowiss [V 8]                              (15 Min.)

TOP 2             Informationstag zum Thema Organspende (neu) [V 4]                   (30 Min.)

TOP 3             Den Neofaschisten keinen Fußbreit! [V9]                                        (30 Min.)

TOP 4             Arbeitsprogramm des AStA [V 1]                                                     (60 Min.)

TOP 5             Dies academicus [V 2]

Aufruf Vollversammlung zum dies [V 3]                                          (30 Min.)

TOP 6              Schließfächer für Mediziner [V 5]                                                    (30 Min.)

TOP 7              Public Viewing [V 6]                                                                         (30 Min.)

TOP 8              Keine Uniformen auf dem Campus [V10]                                        (30 Min.)

TOP 9             Verschiedenes                                                                                  (15 Min.)

 

Die Zeiten, die hinter den jeweiliges TOPs stehen und Vorschläge vom StuPa-Präsidium und haben eher normativen Charakter… meist werden sie um das Doppelte überzogen (was auch nicht weiter schlimm ist, wenn es wegen interessanter Diskussionen geschiet).

Soweit so gut, ahoi!

Jun 142012
 

Hallo allezusammen!

Der AStA hat im Rahmen des kritischen Begleitprogramms zur EM auch eine Veranstaltung zu „Männlichkeit(en) und Homophobie“ im Fußball organisiert, die wir hier mal empfehlen wollen. ;)

Der direkte Link zu den Infos zur Veranstaltungsreihe auf der AStA-Seite ist hier.

„Harte Jungs und die Angst vor einer Regenbogenfahne
Männlichkeit(en) und Homophobie im Fußball

Dass im Fußball Homophobie noch immer weit verbreitet ist hat verschiedene Ursachen. Eine der wichtigsten jedoch liegt in der Tatsache, dass Fußball in Europa nach wie vor ausdrücklich als Männersport gilt und darin,dass Heterosexualität ein zwingender Bestandteil hegemonialer Männlichkeit ist. Es wäre ja aber auch seltsam, wenn ausgerechnet im Fußball die Zustände fortschrittlicher wären als in der Gesamtgesellschaft.

Über die Konstruktion von männlicher Identität im Fußball, den Zusammenhang zur homophoben Realität im Stadion und über mögliche Interventionen werden Jan Tölve und Dirk Brüllau referieren und diskutieren.

Jan Tölve ist freier Journalist (u.a. Jungle World und Neues Deutschland) und Autor aus Berlin, der sich privat und beruflich mit Fußball und seinen Schattenseiten befasst. Dirk Brüllau ist Pressesprecher von Queer Football Fanclubs und Vertreter des schwullesbischen Fanclubs Queerpass St.Pauli.

Zeit: Montag, 18. Juni / 18 Uhr
Hörsaal H, Edmund Siemers Allee 1″

Kommt vorbei und diskutiert mit!

 

Jun 072012
 

Wer VWL studiert, kennt das: Mensch sitzt in der Vorlesung und lässt sich berieseln, dass Gewerkschaften Schuld an Arbeitslosigkeit seien, Mindestlöhne den Untergang des Abendlandes bedeuten und dass egal was passiert der Markt alles optimal regelt – wenn mensch ihn denn lässt. Das bedeutet: Weniger Regulierungen, weniger Staat, weniger Sozialfürsorge etc.

Dass dieses Modell irgendwie hinkt, wird nicht erst seit der Finanzkrise deutlich. Die Mängel der dominierenden Theorie der Neoklassik werden in dieser Veranstaltungsreihe beleuchtet und diskutiert. Kommt vorbei und diskutiert mit, für eine wissenschaftliche Praxis in der VWL, in der mehrere Theorien diskutiert und verglichen werden sollten – nicht nur eine dogmatisch gelehrt.

Leider habe ich keine Internetpräsenz der Gruppe „real world economics Hamburg“ gefunden – die website auf dem Flyer führt zu einer Weinliebhaber*innen website… Naja. Sie treffen sich immer Donnerstags 18 Uhr in der T-Stube (AP 1), wenn keine der Veranstaltungen stattfindet. Die erste Veranstaltung (heute Abend!) habe ich aber im hamburg magazin gefunden:

 

Mythen und Modelle

Vortrag von Professor Klaus Ortlieb

„Bei dem Gebrauch mathematischer Modelle, mit dem sich die Neoklassik einen Anstrich von Wissenschaftlichkeit zu geben versucht und wohl auch selbst suggeriert, handelt es sich um die falsche Adaption der mathematisch-naturwissenschaftlichen Methode, deren Prämissen einfach nicht beachtet werden.“

Claus Peter Ortlieb war bis 2011 Professor für Mathematik an der Universität Hamburg

Do. 07.06.2012, 18:00 Uhr, WiWi Bunker, Hörsaal B1, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg

Eintritt ist natürlich frei :)

 

 Weitere Veranstaltungen:

28.06.2012 „Neoliberalismus oder Wirtschaftswissenschaft?“ – Dr. Thomas Dürmeier

05.07.2012 „Die Mainstream-Ökonomie und ihr Versagen“ – Prof. Dr. rer. pol. Heinz-J. Bontrup

 

Nachtrag (23.08.2012): Auf den Flyern gab es eine Buchstabendreherin – die website von „real world economics“ ist www.paecon.net! Danke an Kanzi für die Richtigstellung im Kommentar!

Jun 062012
 

Jedes Jahr verhandeln die ASten (Allgemeine Studierendenausschüsse) Hamburgs mit dem HVV über die Höhe des Preis für das Semesterticket. Auch dieses Jahr soll der Preis um 2,8% steigen. Dieses Jahr wird der AStA aber nicht einfach so jede Forderung unterschreiben. Schon im letzten Jahr konnten 0,5% der damaligen Erhöhung wegverhandelt werden. Da geht mehr! Als AStA haben wir schon auf dem Hafengeburtstag mit einer Barkassenfahrt losgelegt: Leinen los: Kursänderung beim Semesterticket


Bildquelle: Screenshot – utopie-TV (http://www.youtube.com/watch?v=iT_Mm_FrabU)

Ausschussarbeit
Peter und ich (Moritz) sitzen jetzt im Adhock-Ausschuss Semestertickets des Studierendenparlaments, der sich in der letzten Woche konstituiert hat. Die Linie des AStA ist es sich in den nächsten Wochen mit allen Gruppen zu treffen, die sich die teuren Tickets beim HVV nicht länger leisten können und wollen. Dazu gehören Auszubildende, Renter*inn*en, Schüler*inn*en, Erwerbslose uva. Gemeinsam kann dann auch über die gesellschaftliche Perspektive eines fahrscheinlosen Nahverkehrs diskutiert werden, wie ihn beispielsweise HVV umsonst! für Hamburg einfordert. Das nächste Treffen des Ausschuss ist nächsten Montag um 18 Uhr – er tagt öffentlich.

fahrscheinlos statt Kontroll- und Bürokratiewahn
„Rollen ohne Kontrollen“ oder weniger Bürokratie und eine schlankere Verwaltung des Nahverkehrs – fahrscheinloser Nahverkehr bietet auch eine soziale und ökologische Alternative zur bestehenden marktwirtschaftlichen Ausrichtung des Nahverkehrs. Ohne Automaten, ohne Karten, ohne Werbung, ohne Preisverhandlungen, ohne Ticketpreisberechnung und ohne Kontrollen in der Bahn bedeutet weniger Aufwand und mehr Fahrvergnügen!

sozial und ökologisch
Die freie Mobilität für alle ist besonders aus sozialen Gründen zu befürworten. Gerade Menschen mit kleinem veganem Ledergeldbeutel können und wollen sich kein Automobil leisten, ihre Mobilität muss trotzdem gewährleistet werden. Auf einem Planet, der gerade auf den ökologischen Kollaps zusteuert, ist jedes Auto weniger auf der Straße ein Erfolg. Außerdem wird der Straßenbau in unglaublichem Maß staatlich gefördert. Auch im AStA gibt es einen unglaublichen Aufwand: Preisverhandlungen und Semesterticket Härtefond rauben Zeit, die wir gerne in andere Projekte stecken würden.

kostenlos?
Nichts ist kostenlos oder umsonst, solange wir mit Geld alles gegenrechnen. Wenn man jedoch schaut, wer in der Bundesrepublik oder auch schon in Hamburg abstaubt, von Rüstungskonzernen über Straßenbau, Banken usw. wäre es doch sinnvoll, wenn alle etwas bekommen. Also denen, die schon ErsatzKFZ in der Garage stehen haben, mit Privatjets oder Hubschrauber reisen, die Geld in Aktien stecken und an Börsen spekulieren oder mit Kriegswaffenproduktion Geld verdienen dürfen die Einnahmen reduzieren und einen gesamtgesellschaftlichen Gewinn generieren: Fahrscheinlos für alle!

Ticketpreis-Verhandlungen bis zum ersten August
Es gilt, dass wir dem HVV aber vor allem dem politischen Senat der Stadt Hamburg bis zum 1.8. zeigen, dass Studis schon genug bezahlen für Studium und Wohnraum und es auch Auszubildenden, Schüler*inn*en und Rentner*inn*en ähnlich geht! Assoziale Sozialticketpreise, teure Monatskarten und ein zu teures Semesterticket, das jedes Jahr teurer wird oder ein ökologischer und sozialer Nahverkehr für alle? Das ist die Frage, die sich dann die Bürgerschaft der Stadt Hamburg stellen muss. Gründet selbst Gruppen und macht Aktionen oder beteiligt euch bei HVV umsonst! oder den Aktionen des AStA. Die bisherige Politik bleibt ideenlos, die Lösung ist ganz einfach: fahrscheinlos!