universität und hochschulsystem demokratisieren

 

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Die Zustände im deutschen Hochschulsystem, vor allem an der Uni Hamburg sind in vielen Aspekten untragbar geworden. Einsparmaßnahmen, Einfluss aus der Wirtschaft und besonders der Bologna Prozess versuchen aus der Universität eine Institution zu schaffen, zu der nur noch wohlhabende Menschen Zugang haben. Die Universitäten und Hochschulen sollten auch Orte für kritische Wissenschaft jenseits ökonomischer Interessen bleiben.

Hochschulzugänge müssen aber allen Menschen unabhängig ihrer Herkunft oder sozialen Stellung in der Gesellschaft ermöglicht werden, denn nur durch Vielfalt und Förderung jedes*r Einzelnen lässt sich eine freie, soziale und demokratische Gesellschaft verwirklichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Zugangsschranken abgebaut werden und das Bachelor/Master System den Bedürfnissen der Studierenden angepasst wird. Studiengebühren und Begrenzungen der Bachelor/Masterzulassungen lehnen wir ab.

Der Einfluss von finanziell und politisch mächtigen Lobbygruppen und Denkfabriken mit ideologisch fragwürdigen Inhalten, wie der Bertelsmann Stiftung und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, auf unsere und viele andere Universitäten muss aufgedeckt und schließlich aufgehoben werden. Im Sinne der Transparenz ist es notwendig, Drittmittelförderung und wirtschaftliche Verzweigungen der Universitätsorgane offen zu legen, um die Studierendenschaft zu informieren und eine kritische Auseinandersetzung damit voranzutreiben.

Zusätzlich werden durch offene Strukturen und mehr Beteiligungsanreize die Zahlen der Nichtwähler*innen zurückgehen, wodurch sich die Vielfalt und Mobilität politischer und studentischer Gruppen erhöht. Auch die Strukturen und Beteiligungsmöglichkeiten im AStA müssen offen und verständlich für alle Studierenden sein. Gemeinsam können wir im AStA mehr erreichen und wieder als politisches Organ den öffentlichen Diskurs in der Stadt mitgestalten.

Durch eine Vernetzung mit den anderen Hamburger Hochschulen, städtischen Initiativen wie Recht auf Stadt, dem Hamburger Bündnis gegen Rechts und HVVumsonst, aber auch durch eine bundesweite Vernetzung mit anderen Hochschulen, können wir die Bedürfnisse der Studierenden kommunizieren und in der Gesellschaft durchsetzen. Mobilisierung zu und Unterstützung von Protesten für günstigen Wohnraum und Nahverkehr umsonst für alle, gegen rassistische, faschistische und sexistische Bestrebungen ist die Konsequenz. Bei bildungspolitischen Reformen, zum Beispiel dem Kampf für ein gebührenfreies Studium, eine Novellierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes oder den Reformen von BA/MA müssen wir mit Studierenden anderer Universitäten und Hochschulen zusammenarbeiten. Gemeinsam können wir mehr erreichen.

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