campus werbefrei

 

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Der Mensch ist von Geburt an tagtäglich einer ständigen Reizüberflutung durch Werbung ausgesetzt. Die Kommerzialisierung des menschlichen Alltags macht auch nicht vor dem Campusgelände von Hochschulen halt, weshalb der Campus der Universität Hamburg mittlerweile einem Marktplatz gleicht, auf dem sich verschiedene Dienstleistungs- und Produktunternehmen, Versicherungen und Partyveranstalter*innen bewerben.

Da Werbung jedoch keine reine Information ist, sondern vielmehr der Schaffung von Konsumreizen, einem Versuch manipulativer Einwirkung auf die Studierenden und unbewusster Verhaltenssteuerung dient, widerspricht der Status Quo unserer Auffassung von Hochschulen als Ort der Bildung, deren Ziel sein sollte, Kompetenz zu selbstbestimmtem Handeln sowie Urteils- und Kritikfähigkeit zu fördern.

An unserer Universität werden die Studierenden offenkundig als marktwirtschaftliche Produkte – als potentielle Kund*inn*en für Unternehmen – gehandelt, wie aus der Internetpräsenz der Uni Hamburg (abgerufen am 01.12.2011) hervorgeht:

Mit nahezu 40.000 Studierenden bietet die Universität Hamburg eine hochinteressante Zielgruppe für Ihre alters- und bildungsstandgenaue Werbung. Noch nie war der Anteil Studierender an der Bevölkerung so hoch wie heute. Und Studierende sind nicht nur Konsumenten, sondern auch Multiplikatoren. Sie gelten als Meinungsführer, setzen Trends und sind zunehmend karriereorientiert. Gewinnen Sie die jungen Erfolgreichen schon heute als Ihre Kunden!

Unser Ziel ist, das bestehende Abhängigkeitsverhältnis der Universität von Werbegeldern verschiedener Unternehmen zu durchleuchten, indem die Einnahmen der Uni Hamburg durch Werbung transparent und für alle einsehbar gemacht werden. Darüber hinaus wollen wir die Universität als eine Tabuzone für Werbung mit kommerzieller Absicht etablieren. Der Blick für Informationen der studentischen Selbstverwaltung, Veranstaltungen studentischer Gruppen, Wohnungsgesuche oder Angebote zum ehrenamtlichen gesellschaftlichen Engagement wird so geschärft: Anstelle eines Raums für wirtschaftlich neoliberale Verwertungsinteressen entsteht auf dem Campus ein Raum, der zu Partizipation, Emanzipation und eigenem Engagement anregt.

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