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Jan 122012
 

Nachdem der AStA-Referent für Hochschulpolitik in einer AStA-Sitzung im Dezember bereits Nazis mit Frauen gleichgesetzt hat, hat er dies am 12.01.2012 in einer persönlichen Erklärung im Studierendenparlament auf reaktionäre, sexistische und faschismusverharmlosende Weise bekräftigt. So müsse, wenn es Frauen erlaubt werde zu einer Vollversammlung einzuladen, dies auch Nazis erlaubt sein. Diese Aussage hat er in seiner persönlichen Erklärung weiter ausgeführt, die wir, sobald sie verfügbar ist, zugänglich machen (Protokoll der StuPa-Sitzung mit schriftlicher Erklärung bekommen wir zur nächsten StuPa-Sitzung)

Wir fordern darum Daniel Oetzel (Liberale Hochschulgruppe – LHG) auf, sofort von seinen politischen Ämtern im AStA und im Studierendenparlament zurückzutreten. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, fordern wir den AStA-Vorstand auf, ihn von seinem Referent*inn*enmandat abzuberufen.

Die gemeinsame Pressemitteilung der Hochschulgruppen SDS, Regenbogen, Harte Zeiten, Fachschaftsbündnis und Liste Links soll Öffentlichkeit schaffen und die Rücktrittsforderung unterstreichen.

Nov 302011
 

Unsere Position zur Gender Thematik

Genau wie die Piratenpartei selbst haben wir in unserer Gruppe eine Genderdebatte geführt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir versuchen wollen unsere Sprache und unseren Namen so zu gestalten, dass alle Menschen – unabhänig von ihrem „Geschlecht“ – einbezogen sind.

Die Piratenpartei Deutschland beschreibt sich offiziell als „Post-Gender“. Ihre Mitglieder werden laut Satzung „geschlechtsneutral“ als Piraten bezeichnet. Wir können nicht erkennen, weshalb der Begriff „Pirat“ geschlechsneutral sein soll. Rein historisch betrachtet waren Piraten überwiegend Männer und auch der Begriff „Pirat“ ist von seiner Wortbedeutung und in seinem griechischen und lateinischen Ursprung männlich konnotiert. Auch grammatikalisch betrachtet heißt es der Pirat (Plural: die Piraten) und die Piratin (Plural: die Piratinnen). Es existiert also in der Sprache eine geschlechtliche Trennung zwischen Piraten und Piratinnen.

Zu behaupten, man sei bereits „Post-Gender“ in einer Gesellschaft, in der ein heteronormatives Weltbild durch die meisten Institutionen, Organe und auch Menschen kontinuierlich reproduziert wird, ist hochproblematisch. Die gesellschaftliche Realität wird dadurch in keinster Weise erfasst, da Machtstrukturen die Geschlechterungleichheit und die zwanghafte Zuordnung zu einem bipolaren biologischen und sozialen Geschlecht weiterhin hervorbringen und fordern. Gerade die Universität sehen wir als gesellschaftlich-emanzipatorischen Raum, in dem hegemoniale Strukturen weiter diskutiert und aufgebrochen werden sollen.

Theoretisch ist der Ansatz (Post-Gender) begrüßenswert, in vielerlei Hinsicht ist es erstrebenswert in einer Gesellschaft zu leben, in der Geschlechterkategorien und Geschlechterrollen ihre Bedeutung verlieren und alle Menschen gleichberechtigt miteinander leben können und Minderheiten nicht systematisch ausgeschlossen werden, sei es durch Sprache oder Kategorisierungen.

Jedoch ist die Behauptung, „Post-Gender“ zu sein, ohne die Inkorporierung des dekonstruktivistischen Ansatzes ausreichend vorgenommen zu haben, nichts weiter als eine schöne Formulierung, eine Sprechblase, um Diskussionen und Auseinandersetzungen mit dieser Thematik aus dem Weg zu gehen. Die Reaktionen auf viele Versuche, die Diskussion in der Partei erneut anzustoßen, sprechen leider nicht dafür, dass der Ansatz verstanden worden ist.

Die Aussage, die Partei sei „Post-Gender“ und Geschlechterproblematiken spielen bei der Piratenpartei keine Rolle, widerspricht unserer Auffassung nach den durchaus sehr progressiven Position im Grundsatzprogramm. In diesem wird unter anderem die Abschaffung des Geschlechtseintrags im Personalausweis gefordert.

Unser Vorschlag

„Post-Gender“ zu sein, sollte als Ziel und nicht als Gegebenheit formuliert werden, wenn die Mehrheit der Partei sich dafür ausspricht, progressiv zu sein und keine Menschen auszuschließen möchte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der hier genannt werden muss, ist unsere Sprache. Grammatikalisch existiert kein Plural jenseits von Geschlechtergrenzen, der uns alle unter einem Wort eint. Entgegen der Linie der Bundespartei gendern wir daher Namen und Bezeichnungen, da Sprache ein bedeutender Aspekt in der Reproduktion und Konstituierung gesellschaftlicher Entitäten ist. Wenn wir nicht gendern, schaden wir unserem Ziel, eine gleichberechtigte Gesellschaft zu realisieren. Denn nichts ist fundamentaler für eine Gesellschaft, als eine Sprache, mit der sich alle verständigen können. Durch das Gendern möchten wir erreichen, dass ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, kein Geschlecht und keinen Menschen auszuschließen.

Aus diesen Gründen haben wir im Konsens entschieden, uns als pirat*inn*en zu bezeichnen. Für unsere Schreibweise hatten wir verschiedene Vorschläge, von denen dieser die Befürwortung der Gruppe fand. (faq: Was bedeuten die Sternchen im Namen?)

 

andere Arbeitsgruppen/Projekte von Netzaktivist*inn*en/Pirat*inn*en :

http://netzfeminismus.org/

http://kegelklub.net/

http://wiki.piratenpartei.de/Piratinnen

https://wiki.piratenpartei.de/AG_Queeraten 

Nov 182011
 

Du bist auf der Internetseite der „pirat*inn*en und offenen liste“ an der Universität Hamburg gelandet.

Wir treten zur Wahl des Studierendenparlaments 2012/13 mit 35 Kandidierenden an und sind bereit mit euch zusammen studentische Selbstverwaltung umzugestalten, Transparenz zu schaffen und politische Organe an der Universität zu demokratisieren. Klarmachen zum Ändern!

Die Homepage wird in den nächsten Tagen weiter überarbeitet, umgestaltet und erweitert – wir freuen uns auf euch.

Eure pirat*inn*en